Viele Tagescremes enthalten heute einen Lichtschutzfaktor. Pflege und Sonnenschutz haben aber unterschiedliche Aufgaben, und die Haut ist am besten geschützt, wenn beide getrennt bleiben.
Was Sonne mit der Haut macht
Sonnenlicht enthält zwei Arten von UV-Strahlung, die auf die Haut wirken.
- UV-B trifft vor allem die oberste Hautschicht und verursacht den Sonnenbrand.
- UV-A dringt tiefer in die Haut ein und trägt wesentlich zur Hautalterung bei.
Wie stark die Strahlung ist, zeigt der UV-Index. Er ändert sich mit Jahreszeit, Tageszeit und Ort und steht täglich im Wetterbericht. Ab einem UV-Index von 3 empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation, die Haut zu schützen.

Was der Lichtschutzfaktor bedeutet
Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie gut ein Produkt vor UV-B schützt. Für den Schutz vor UV-A gibt es in der EU ein eigenes Zeichen: „UVA“ im Kreis. Es bedeutet, dass der UV-A-Schutz mindestens ein Drittel des Lichtschutzfaktors erreicht.
Gemessen wird der Lichtschutzfaktor im Labor mit einer großen Menge, zwei Milligramm je Quadratzentimeter Haut. Im Alltag wird meist deutlich weniger aufgetragen, und der tatsächliche Schutz ist dann entsprechend geringer.
Warum Pflege und Sonnenschutz nicht in ein Produkt gehören
Pflege und Sonnenschutz sind zwei verschiedene Disziplinen mit gegensätzlichen Aufgaben.
- Pflege soll einziehen. Sie gibt der Haut Lipide und Feuchtigkeit und wirkt in der Haut.
- Sonnenschutz soll aufliegen. Er bildet auf der Haut eine Schicht, die UV-Strahlung abhält.
Pflegeprodukte mit eingebautem Lichtschutzfaktor versuchen, beides in einem Produkt zu vereinen. Wir halten das für einen Widerspruch, der vor allem dem Marketing dient. Von einer Pflege trägt man meist nur eine dünne Schicht auf, deutlich weniger, als für den angegebenen Lichtschutzfaktor nötig wäre. Und der UV-Filter liegt den ganzen Tag auf der Haut, auch in Innenräumen, wo er kaum gebraucht wird.

Wie man die Haut am besten schützt
In Deutschland erreicht der UV-Index die Schwelle von 3 vor allem zwischen Frühjahr und Spätsommer, in den Stunden um die Mittagszeit. Für diese Zeiten gibt es einen natürlichen, verlässlichen Schutz.
- Mittagssonne meiden. Die Stunden um die Mittagszeit sind die intensivsten.
- Schatten suchen. Unter einem Baum oder Sonnenschirm trifft deutlich weniger Strahlung auf die Haut.
- Hut und Sonnenbrille tragen. Ein breitkrempiger Hut schützt Gesicht und Nacken, die Sonnenbrille die Augen und die zarte Haut darum.
- Sonnenschutz, wenn man länger draußen ist. Dann einen Sonnenschutz in ausreichender Menge auftragen und nach dem Schwitzen oder Baden erneuern.
Wie Less es hält
Bei Less halten wir Pflege und Sonnenschutz getrennt. Wir bieten Pflege und Reinigung: Das Less Face Oil zieht in die Haut ein und gibt der Hautbarriere ihre Lipide zurück. Wenn die Sonne stark ist, kommt der Sonnenschutz darüber.
- Pflegen. Das Less Face Oil mit warmem Wasser auftragen und einziehen lassen.
- Schützen. Den Sonnenschutz auftragen.
- Schminken. Make-up kommt zuletzt.
Wir empfehlen einen mineralischen Sonnenschutz mit Zinkoxid oder Titandioxid. Er bildet eine Schicht auf der Haut und gilt als besonders gut verträglich.
